Der Realitätscheck – 2(4!) Wochen später

…so, nachdem zwei Wochen [Update: Nun sind es vier Wochen und mein Fazit findest du ebenfalls unten!] mit der Marie Kondo Methode ins Land gezogen sind, einmal ein allumfassendes Resümee von mir zum Thema Ordnung.

Ich denke die Bilder sprechen erstmal für sich.

[Update: Nach 4 Wochen mittlerweile!]: 

Alles ist beim „NEUEN“ geblieben! Ich kann es selbst wirklich kaum glauben und irgendwas hat sich in mir signifikant verändert – ich bin sogar selbst über mich erstaunt…und meine Frau natürlich auch :).

  1. Mein derzeitigen Gedankengänge:
    • Vielleicht mag es daran liegen, dass ich mich in den letzten Wochen so sehr mit dem Thema Ordnung, Aufräumen und co. beschäftigt habe. Aber wenn ich in meinem Kopf an Ordnung denke, kommt weder dieses träge, lustlose Gefühl in mir hoch, noch irgendwelche Aggressionen oder Wut darüber, was diese sinnlose Aktivität in meiner Freizeit eigentlich soll…
    • Es ist einfach weg und eher in die gegenteilige Richtung gedreht. Ich denke die ganze Zeit an „Was kann ich sonst noch aufräumen, wovon kann ich mich lösen und warum liegt eigentlich dieser Block hier herum, obwohl ich den nicht brauche?!“.
  2. Meine täglichen Routine:  
    • Man sagt ja das man circa 30 Tage benötigt, damit eine neue Fähigkeit zum Verhalten ausgeprägt wird.
    • Ich denke das passt vom Zeitraum her sehr gut, da ich bereits vorher schon mit dem Studieren von jeglicher Ordnungsliteratur angefangen habe und mich langsam in die Materie eingearbeitet habe, ABER ich muss gestehen, dass Ordnung nun immer mehr zum Bestandteil meines Tages geworden ist.
    • Das fängt beim morgendlichen Bett machen an und endet beim 10 minütigen Power-Aufräum-Akt am Abend, wo noch mal alles sorgfältig verstaut wird (perfekt in den Tag starten!).

1.Problemzone: Schreibtisch

Mein Arbeitszimmer und der Schreibtisch sind die beiden Orte, wo ich mich (leider) fast 90% meiner Lebenszeit aufhalte. Ich habe eine Eigenart an mir, die sich folgendermaßen beschreiben lässt: je länger ich mich an einem Ort aufhalte, desto unordentlicher wird es. In meiner aktiven, also bewussten Lebenszeit, bin ich eine Chaosmaschine. Das merke ich spätestens, wenn ich am Ende des Tages den Computer ausschalte und mein Blick mal die Umgebung wahrnimmt.

Dies ist auch der Hauptgrund warum ich mich mit dem Thema Ordnung beschäftigt habe. Irgendwann hat es mich einfach „krass genervt“ und es muss doch einen Weg geben, um mich „Chaos Clean“ zu bekommen.

Nach dem Studieren des Buchs von Marie Kondo – hier findest du übrigens mein 5 wichtigsten Erkenntnisse dazu – habe ich mich aufgerafft, um ordentlicher zu leben.

Nach zwei Wochen dann das erste Resümee dazu. Zwei Wochen sind aus meiner Sicht sogar mehr als ausreichend, denn eigentlich hätte ich auch gleich nach einem Tag ein erstes Fazit über den Erfolg der Methode ziehen können.

Und mein Fazit ist: Ja, ich habe es tatsächlich geschafft mich auf das NÖTIGSTE zu konzentrieren und nachhaltig Ordnung zu halten!

Hier der Beweis:

Was habe ich verändert bzw. gemacht? Gehen wir mal den Prozess von Marie Kondo durch:

  1. Ausmisten:
    • Papierablage: Total unnötiger Staubfänger. Diese Situation kennt sicherlich jeder Mensch, der keinen besonderen Ordnungsfummel hat. Man hat ja immer ein paar unbearbeitete Dinge auf dem Tisch liegen. Das sind Rechnungen, Belege oder sonstiger Papierkram, der wichtig aber nicht zeitkritisch ist. Da ist so eine Papierablage genau richtig, um diese Dinge bis in die Vergessenheit zu stapeln…bis die erste Mahnung auf dem Tisch liegt! Wie kann das denn passieren?! So ein Mist! Deswegen habe ich mir vorgenommen diesen Staubfänger sofort zu entfernen und jegliche Belege sofort zu bearbeiten – auch wenn ich keine große Lust dazu habe. Vorteil: das lässt dich sorgenfreier den Tag ausklingen.
    • Sonstige Dinge auf dem Tisch: Handcreme, Muster, Proben, Kabel, Notizzettel, Blöcke…das ist alles irgendwie wichtig, aber stört einfach das Gesamtbild der   Arbeitsumgebung. Deswegen habe ich mir einfach so eine Plastikbox von Ikea geschnappt wo ich am Ende des Tages alles einsortieren kann. So kann ich mit ruhigem Gewissen den Tag beenden.
  2. Meine Vision:
    • Wie anfangs erklärt, nervt es mich sehr und ich möchte ein ordentlicheres, strukturierteres Leben führen, wo ich mich nur mit den nötigsten Dingen umgebe, die mich glücklich machen.
  3. Festen Platz definieren:
    • Habe ich somit auch getan. Ich habe meinen „Office Organizer“ (sieht man hinter meinem Laptop) nun als einziges Ablagesystem definiert, wo Stift, Schere und co. Drinne Platz finden. in die weiße Box kommen Notizen, Maus, Handy und Ladekabel am Ende des Tages rein. Laptop, Keyboard und Monitor bleiben natürlich auf dem Tisch. Ich könnte den Laptop noch Verstauen, aber ist mir gerade noch zu stressig. Vielleicht passiert das ja noch in der vierten Woche ☺.
  4. Kategorisierung:
    • Ja, das Thema „Kategorisierung“ kann man noch ins kleinste Detail treiben. Wichtig für mich ist, dass ich nicht 10 verschiedene Notizblöcke habe – wie es vorher der Fall war – und ich auf einmal alle auf dem Tisch liegen habe und an unterschiedlichen Orten Notizen anfange. Halb angefangene Blöcke habe ich jetzt einfach weggeschmissen und nutze von nun an nur noch EINEN Notizblock.
  5. Tägliche Ordnung:
    • Das fällt mir tatsächlich viel leichter und ist auch nicht so demotivierend wie ich dachte, da mich der gewünschte Effekt irgendwie glücklich macht! Dazu gehört natürlich auch das Lob meiner Frau, denn auf einmal wird das Arbeitszimmer immer „vorzeigewürdiger“ ☺
    • Es dauert im Schnitt wirklich nur EINE Minute bis alles steht und ich das Arbeitszimmer verlassen kann.
    • Noch ein Vorteil: Ich kann jetzt viel einfacher Staub wischen, denn es gibt viel mehr glattere bzw. homogenere Flächen.

2.Problemzone: Kleiderschrank

  1. Ausmisten:
    • Das Ausmisten macht mir besonders viel Spaß, da ich innerhalb kürzester Zeit sofort Ergebnisse sehen kann. Kleidung ausmisten ist einfach, denn es ist ziemlich unemotional. Nach Marie Kondo fängt man deswegen auch damit als Erstes an. Das geht auch relativ einfach: Kleidungsberg auf dem Bett auftürmen, Kleidung in die Hand nehmen, Glückssignale prüfen und gnadenlos aussortieren. Da ich ziemlich monotone Farben habe – also nichts knalliges eher dunklere Farben – viel mir das relativ einfach auzusortieren. Der erste und größte Haufen waren sowieso nur Kleidungsstücke die „auf merkwürdige Art und Weise“ geschrumpft sind ☺. Danach war der Kleiderschrank auch schon wieder halb leer und mein soll von 2/3 war erfüllt.
    • Vieles davon ist bei Kleiderkreise oder ebay-kleinanzeigen gelandet und mit den Erlösen, habe ich mir neue, größere Kleidung gekauft,
  2. Meine Vision:
    • Unverändert wie oben
  3. Festen Platz definieren:
    • Marie Kondo empfiehlt es nur große sperrige Kleidungsstücke aufzuhängen und den Rest in Boxen stehen zu lassen. Ich lasse dennoch einige Dinge an der Kleiderstange, da ich zu diesem Zeitpunkt (noch) in kein Ordnungssystem für den Schrank investieren möchte. Alles was in der herausziehbaren Schublade ist wird wie auf den Bild unten in Boxen stehend einsortiert.
  4. Kategorisierung:
    • Hier richte ich mich zu 100% an die Kategorisierung nach der Checkliste von Marie Kondo (siehe hier)
  5. Tägliche Ordnung:
    • Einmal in der Woche, wenn wir Waschtag haben, geht’s dann ans Falten. Das kann schon aufwändig sein, wenn man jeden Wochentag was neues an hat. Da ist das hängen natürlich praktischer: kann am Bügel trocknen und verschwindet im Kleiderschrank. Die kleinen Dinge wie Socken und Unterwäsche gehen aber schnell durch.

Zur Erinnerung verlinke ich hier einmal ein Tutorial von Marie Kondo über das Falten und das Hinstellen von Kleidungsstücken ☺

Eine Idee zu “Der Realitätscheck – 2(4!) Wochen später

  1. Pingback: Die praktische Wo Marie Kondo von mir keine Zustimmung bekommt auf einen Blick!

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